Wo das entstand
Das Noise-Studio in Freiburg
Zwischen 1999 und 2007 entstand hier fast alles: Bars ’N’ Beats, Twin Tunes, Tiny Tunes, Offshore, Skydiver, Talkback, inSilent. Halb analog, halb digital, in einer Zeit, in der ein Klang noch aus einem Gerät kam und nicht aus einem Fenster auf dem Bildschirm.
Das war die Ausstattung. Zusammengetragen aus der eigenen Geräteliste, aus der alten Website des Studios in den Fassungen von 1999 und 2000, und von den Fotos, auf denen die Geräte zu sehen sind.
Was eine solche Liste nicht zeigt, ist die Zeit davor. Bis gearbeitet werden kann, vergehen zweieinhalb bis drei Stunden: Patchkabel stecken, Mischpult einstellen, jedes Gerät einzeln laden, Halleffekte neu setzen. Am Ende der Session muss alles wieder heraus.
Gezählt wird jedes Modell einmal, auch wenn es dreimal im Raum stand. Rechner und Software stehen unten getrennt, sie sind keine Geräte im Rack.
Synthesizer und Klangerzeuger
Sampler und Aufnahme
Effekte, Dynamik und MIDI
MIDI und Steuerung
Mischpulte
Abhöre
Abspielen und Überspielen
Rechner
Software
Nicht alles war gleichzeitig im Einsatz, das Setup hat sich über die Jahre verändert. Diese Liste gilt für die Noise-Produktionen in Freiburg. Project Euro MIR entstand in den Calren Studios in March, einzelne Geräte von hier waren aber auch dort dabei.
Über die Jahre kamen immer mehr Software-Synthesizer dazu, die Klangerzeugung wanderte Stück für Stück in den Rechner.
Hier aufgenommen
Die MIDI-Map
Aus dem Dokument MIDI Map Studio 64: welches Gerät auf welchem MIDI-Kanal ansprechbar war. Das Opcode Studio 64 verteilte die Signale, deshalb der Name.
Drei Notizen aus demselben Dokument, weil die Geräte sich nicht von allein fügten:
- Roland JP-8080 Ansprechbar nur über Remote KBD In. Die Parts laufen über MIDI-Kanal 3 sowohl als Upper wie als Lower, ausgewählt über Key Mode: Single, Dual oder Split.
- Doepfer MS404 Den Kanal lernt das Gerät: Learn-Taster drücken, dann auf dem gewünschten Kanal die tiefste Note senden. Controller 74 lässt sich auf das Filter legen.
- Korg X5 Muss auf Kanal 1 stehen, sonst spielt er keine Combinations.
Drei Tage im Studio
44 Aufnahmen an drei Terminen. Sie zeigen den Raum, in dem die Platten entstanden sind.
Für die Anzeige hochgerechnet, Schatten angehoben, nachgeschärft. Die warme Beleuchtung der Räume ist so, wie sie war.
10. Dezember 1998
Die erste Runde, ein Jahr nach der ersten Platte. Sie zeigt vor allem die Technik: die Pulte, die Racks von vorn und den Kabelbaum an der Patchbay.







22. November 1999
Ein knappes Jahr später, und größer aufgenommen. Hier sind die Räume zu sehen, die auf keinem anderen Bild vorkommen: die Gesangskabine, die Plattenregale und der Platz am großen Pult.







27. Juni 2002
Standbilder aus einem Video, das den Raum in seinem letzten Zustand zeigt. Hier steht das Soundcraft Ghost, das große Pult, das die drei Eurodesk ersetzt hat. Im Rack sind Geräte zu sehen, die in keiner Inventarliste stehen, weil sie erst nach ihr dazukamen.









Am Pult








